MOTORRAD 02/2012, Nuda 900 Vergleichstest:

Davon kann die Nuda einiges, in Relation zum Hubraum sogar enorm viel bieten. Schon knapp über Standgasdrehzahl ballert der aufgepustete BMW-Abkömmling energisch los, zieht dann ab 3000 Umdrehungen mit zunehmendem Schub voran, legt in der Mitte noch einmal richtig einen drauf und lässt auch ganz oben knapp vorm Begrenzer bei 9000 Umdrehungen nicht mehr locker. Ein äußerst tatkräftiger Motor mit enormer Spannweite, der Drehmoment und Drehzahl in überzeugender Form miteinander verknüpft. Und eine Maschine für jede Gangart, ob mit tiefsten Drehzahlen locker lässig dahinzuckelnd oder knapp vorm Begrenzer alles gebend. Ob Durchzug, Beschleunigung oder Topspeed, der Pseudo-V-Twin treibt die Husky bei allen Messungen zu Bestwerten in diesem Vergleich. Dabei hilft eine optimale Übersetzung, die Husky läuft exakt bei Topspeed 225 km/h in den Begrenzer.

....diesen Spagat schafft die Nuda in vollem Umfang. Ob Profi oder Anfänger: Wohlfühlen, losfahren, Spaß haben. Leicht lässt sich die Husky durch die verwinkelten Kurvenkombinationen manövrieren, folgt präzise und willig den Vorgaben des Fahrers. Das Leben kann so einfach sein, wenn einen niemanden hetzt.

Fazit:
Der alles überstrahlende Motor, der auch akustisch einiges zu bieten hat, sichert den Testsieg. Das Fahrwerk leistet sich auch keine gravierenden Schwächen...

Endstand:
1. Husqvarna Nuda 900
     633 Punkte
2. Aprilia SW 750 Dorsoduro
    623 Punkte
3. Ducati Hypermotard 1100 Evo
    620 Punkte

MOTORRAD 19/2011, VN 900 Custom Vergleichstest:

Und auch der 903-cm³-Motor verhält sich artgerecht, wirft sich mit seinem kaum nennenswerten Hubraumvorteil (Harley: 883 cm³, Honda: 745 cm³, Triumph: 865cm³) ordentlich in die Brust. Den von Choppern erwarteten satten Schlag aus dem Drehzahlkeller liefert der liebevoll verrippte, aber dennoch wassergekühlte Triebsatz am eindruckvollsten, brilliert bis 4500/min mit einem kräftigen Drehmoment.

Auch mit dem größten Vorderrad der Testriege, einer 21-Zoll-Gussflege, lagen die Kawasaki-Techniker richtig. Der schmale Reifen lässt die VN trotz ihrer besagt üppigen Dimensionen sauber die Spur halten und bietet trotz seiner schmalbesohlten Dimensionen (80/90 21) auch beim Bremsen noch akzeptablen Grip. Man beginnt zu verstehen warum die VN 900 längst zu einem der bestverkauften Mittelklasse-Cruisern in Deutschland avancierte.

Fazit:
Gelungene Starrahmen-Optik, drehmomentstarker Motor - Kawa weiß, worauf es ankommt. Kein Wunder, dass die VN 900 seit Jahren einer der bestverkauften Cruiser ist.

Endstand:
1. Kawasaki VN 900 Custom
     477 Punkte
2. Triumph Speedmaster
    473 Punkte
3. Honda Shadow 750C
    453 Punkte
4. Harley-Davisdon Sportster 883L
    437 Punkte

Sieger Preis-Leistung:
ebenfalls Kawasaki VN 900 Custom

MOTORRAD 2/2011, Ninja 250 34-PS-Vergleichstest:

"..die 250er fährt sich spielerisch leicht. Kaum zu glauben, dass sie über drei Zentner wiegt...super Sicht in den Spiegeln, perfekte Sitzposition für mich...die Kupplung ist sehr leichtgängig, und das viele Schalten macht sogar Spaß, man fühlt sich sportlich".

Die notwendig hohen Drehzahlen unterstreichen diese Sportlichkeit noch. Der Motor wirkt durch das breite Drehzahlband lebendig und nicht so phlegmatisch und zugeschnürt wie beispielsweise der Harley-V2 oder der Suzuki-Vierzylinder. Und es ist trotz Humbraumdefizit auch so: Im direkten Vergleich glänzt die Kawa durch ihr Leistungsgewicht von nur 5,2 Kilogramm/PS mit dem besten Beschleunigungs- und Durchzugswerten.

Fazit:
Sehr günstig in Anschaffung und Unterhalt, kinderleichtes Fahrverhalten, sportlicher Motorcharakter - mit der Ninja liegen Anfänger goldrichtig.

Endstand:
1. Kawasaki Ninja 250
     83 Punkte
2. Honda CBF 600
    78 Punkte
3. BMW F650GS
    77 Punkte
4. Suzuki Bandit 1250
    69 Punkte
5. Harley Davidson Sportster 883 Iron
    50 Punkte

PS 1/2011, Z1000SX Vergleichstest:

Erster Gang, Brause auf und ab geht die Post. Mit einem fetten Strich zieht die neue Kawasaki Z1000SX um die Kehre, steigt am Kurvenausgang kurz aufs Hinterrad und brennt, untermalt von rotzigem Airbox-Röcheln, den Berg hinauf.

Das 135 PS starke Kawasaki-Triebwerk hängt sauber am Gas, drängt auf den kleinsten Dreh am Gasgriff stürmisch vorwärts und untermalt den energischen Antritt mit feurigem Brüllen. Bei 7000/min legt der Vierzylinder nochmals nach und jagt die japanischen Pferde ohne Atempause die Drehzahlleiter hinauf, bis der Begrenzer sie wieder einfängt.

Schräg geht es auch mit der Z1000SX, die als Gesamtpaket die deutlich sportlichste der vier Testkandidaten ist. Das fein ansprechende Fahrwerk bietet große Reserven und lässt sich sensibel von soft bis sportlich abstimmen.

Dabei gehört gerade die Bremse zu den absoluten stärken der Z1000SX. Biss, Dosierbarkeit und Druckpunkt liegen auf dem sehr hohen Niveau der FZ1 Fazer und passen zur sportlich-gelungenen Abstimmung des Motors.

Die Sitzposition der Kawa gefällt ebenfalls. Ähnlich der nackten Z1000 bettet die SX ihren Piloten vorderradorientiert und kompakt. Dank des zehn Millimeter dickeren Sitzpolsters wird der Sporttourer auch bei längeren Etappen nicht unbequem...trotz des sportlichen Grundcharakters sitzt auch der Sozius auf der Z1000SX sehr bequem. Bei einem Sporttourer darf man das ruhig mal sagen. Der Kniewinkel des Copiloten fällt entspannt aus, das Sitzpolster ist griffig und breit, allerdings straff gepolstert...

Dort zieht die Yamaha gerade in einer Spitzkehre außen an der Honda vorbei, die mit aufsetzenden Rasten versucht, an der Suzuki und der Kawa dran zu bleiben. Am Kurvenausgang büffelt die CB mit fettem Punch vorwärts, schiebt sich an die Seite der GSX 1250FA und sieht gerade noch, wie die Z1000SX an der Spitze des Feldes mit wütendem Brüllen und einem Freudenweelie davon zieht.

Fazit:
Souverän gewinnt dir Z1000SX ihren ersten Vergleichstest. Der starke Motor, die guten Bremsen, das straffe Fahrwerk und ihr eigenständiger Charakter heben sie von der in die Jahre gekommenen Konkurrenz ab....

Endstand:
1. Kawasaki Z1000SX
     17 Punkte

2. Honda CB 1300
    13 Punkte
3. Suzuki GSX 1250FA
    12 Punkte
3. Yamaha FZ1 Fazer
    12 Punkte

Motorrad 1/2011, Z1000SX Vergleichstest:

..die Kawaski kennt solche Mätzchen kaum, glänzt mit leichtgängiger, gut dosierbarer Kupplung, gleichmäßig aus dem Keller anschiebendem Motor, und verwöhnt den Fahrer mit leicht und präzise schaltbarem Getriebe...

Wiederum vereint die Kawasaki das beste aus zwei Welten und zieht, begünstigt durch ihre passend kurze Übersetzung, bereits aus niedrigen Drehzahlen satt an, schiebt souverän und gleichmäßig durch die Mitte, nicht ohne bei 6500/min noch eine Schippe nachzulegen, und lässt es auch an Drehfreude bis strammen 10500 Touren nicht mangeln...

Die Handlichkeit der neuen Z1000SX besicht, ebenso die Leichtfüßigkeit beim Einlenken, die Neutralität, die Präzision, mit der sich das Vorderrad führen lässt - großartig...

Die Kawa als jüngste im Bunde kann all dies am besten. Ihre Bremse bietet gut dosierbare, knackige Wirkung, das sehr sportlich ausgelegte ABS regelt spät, lässt im Extremfall auch schon mal einen leichten Stoppie zu...

Testergebnis:
Ein prächtiger Motor im harmonisch abgestimmten Fahrwerk nebst einer Prise reisetauglichen Komforts. Das Gesamtpaket des Sporttourers überzeugt.

Endstand:
1. Kawasaki Z1000SX
     680 Punkte
2. Triumph Sprint GT
    663 Punkte
3. Yamaha FZ1 Fazer
    656 Punkte

PS 5/2010, Versys Vergleichstest:

Ducati und Kawasaki stehen sich charakterlich sehr nahe, gehören zu den Drückern und überfordern ihre Fahrer nie. Beide schieben bereits ab Standgas voran, drehen dann bis um die 6500/min, bevor ihr Vortrieb spürbar nachlässt. Sehr kommod und berechenbar, zumal beide mit gutem Ansprechverhalten glänzen und ganz konven- tionell mit nur einem Kennfeld auskommen.

Trotz ihres defensiven, ja beinahe gemütlichen Designs, kann die Kawa die sprichwörtliche Kuh fliegen lassen. Sie wirkt zwar stelzbeinig, doch ihre Federwege (vorn 150, hinten 145 mm) sind nicht viel länger als die normaler Straßenmotorräder (in der Regel 120, hinten 130 mm) und zudem noch straff abgestimmt.

Dieser Spagat zwischen lang und straff ermöglicht es, mit der Versys komfortabel und mit gutem Feedback über schlechte Strecken zu brennen. Auch in schnellen Bögen wird die Kawa nicht unruhig, es kommt keinerlei Eigenbewegung auf.

Endstand:
1. Kawasaki Versys
     16 Punkte

2. Ducati Hypermotard
    15 Punkte
2. KTM 690 Duke
    15 Punkte
4. Aprilia SMV 750 Dorsoduro
    13 Punke

Motorrad 8/2010, VN 900 Classic Vergleichstest:

Einen Vorgeschmack davon bekommt man bereits beim Sitzkontakt. Der Kawasattel ist breiter, der Lenker sagenhaft cool gekröpft, die Trittbretter optimal positioniert. Hier WILL man nicht nur König sein. Hier IST man König...

..Cruisen im fünften Gang, 60 km/h bei herzmassierenden Umdrehungen. Wenn beide Fahrer gleichzeitig das Gasseil spannen, platzt die Honda wie aus der Zwille geschossen aus den Kawa-Rückspiegeln. Der VN-Antrieb reagiert spontaner, kräftiger und wesentlich lebendiger als das Honda-Aggregat, das zudem im oberen Drehzahlbereich extrem zäh wirkt.

Stärkerer Motor, besseres Fahrwerk, größere Gefühle - ein richtig dicker Fisch im Teich.

Endstand:
1. Kawasaki VN 900 Classic
     470 Punkte

2. Honda Shadow 750
    455 Punkte

Motorrad 4/2010, Versys 2.0 Fahrbericht:

Die Sitzposition der Versys ist enduro-like: breiter Lenker, schmale Taille, aufrechte Haltung. Das macht die Maschine zusammen mit ihrer komfortablen Sitzbank ideal, um die Landschaft zu genießen. Motor und Fahrwerk tragen ihren Teil ebenfalls dazu bei. Denn nichts an der Versys erfordert besondere Aufmerksamkeit, alles flutscht, geht leicht, ist intuitiv bedienbar. Man hat die Sinne frei für die Umgebung. Das erholt und entspannt.....
Es dauert nur ein paar Minuten, bis die 17-Zoll-Räder der Versys auf die Achterbahn einbiegen. Durchatmen. Vorfreude. Ab sofort werden die mentalen Schieflagen des Lebens mit den sportlichen Schräglagen kompensiert. Das geht mit diesem Motorrad beinahe schon sensationell. Da ist zum einen das zielgenaue Einlenken, das nur einen leichten Zug am Lenker erfordert. Die Maschine senkt sich sehr neutral und bleibt trotz der verhältnismäßig langen und komfortabel abgestimmten Federelemente stabil. faszinierender als die Neutralität ist jedoch die Kraft und Elastizität, die der kleine 650er-Twin trotz seiner vergleichsweise bescheidenen 64 PS an den Tag legt. Zwischen 3000 und 9000/min stehen immer 50 Nm Drehmoment zur Verfügung - das ist wesentlich mehr als das, was die Konkurrenz bietet. Dieser Druck in unteren und mittleren Drehzahlen macht die Versys zu etwas Besonderem: Jeder, sowohl der Tourenfahrer als auch die Sportskanone, kann die SS 126 im dritten Gang mit Vollspaß absolvieren. Nichts wird vermisst. Bei 3000 Touren stehen rund 40 km/h auf dem Tacho, optimal für engste Kehren oder Sightseeing. 110 km/h sind es dann bei 9000 Touren - falls man die Asphalt-Achterbahn mit Sportsgeist nimmt.
Hier passt einfach alles zusammen. Der Twin reagiert kräftig, sanft, kontrollierbar und mit wenig Lastwechseln auf jeden Gasbefehl. Das Fahrwerk ist stabil, lenkpräzise und die Maschine sehr handlich.

PS 3/2010, Z1000 Vergleichstest:

Auf einer südfranzösichen Passstraße müssen die vier Kontrahentinnen zeigen, was in ihnen steckt. Den Anfang macht die Kawasaki. Startknopf, erster Gang, los
geht´s. Ab dem ersten Meter hängt die Z1000 gierig am Gas und spurtet davon. Untermalt von betörendem Fauchen aus der Airbox hebt der Wolf kurz das Vorderrad, klettert mit ungeheurer Kraft die Drehzahlleiter empor und zündet bei 7000/min den Nachbrenne. Was für eine Vorstellung. So muß eine Kawasaki klingen! Ein kurzer Zug am Kupplungshebel, im leichtgängigen Getriebe den zweiten Gang eingelegt und schon ist die Z aus dem Blickfeld ihrer drei Spielgefährten verschwunden.

Passend zu dieser agilen Vorstellung fällt das Fahrwerk aus. Sportlich straff, mit riesigem Einstellbereich und tollem Ansprechverhalten verleiht es der Z1000 eine Souveränität, von der die anderen nur träumen können.

Fazit: Mit dem Wolf ist nicht zu spaßen. Die Z1000 sichert sich auf Anhieb die
Naked Bike-Krone und zeigt der Konkurrenz die Zähne. Vor allem ihr durchzugs-
starker Motor und das sportliche Fahrwerk überzeugen.


Endstand:
1. Kawasaki Z1000
     17 Punkte

2. Honda CB 1000R
    16 Punkte

3. Triumph Speed Triple
    15 Punkte
4. Yamaha FZ1 ABS
    13 Punkte

Reitwagen Juni 09, VN 1700 Voyager Wunschkonzert:

Meine Senderwahl war nicht glücklich. Elfriede Zwurz wünschte sich für ihre Großmutter Roy Black mit "Ganz in weiß". Ich hätte beim technischen Briefing besser aufpassen sollen.
.."Kawasaki hat seit jeher die wildesten und stärksten Sportmaschinen gebaut. Aber eben nicht nur. Sie haben ein sehr ausgeprägtes Know-How bei Choppern und Cruisern. Und eine entsprechende Tradition. Wir erinnern uns gerne an die VN800 zum Beispiel."
Die 400 Kilo Luxusfuhre mit dem großartigen 1700er Hubraum und der bescheidenen 73 PS Leistung lässt dich zufrieden und vollkommen entspannt durch die Welt gleiten. Vorausgesetzt, du hast bei der Präsentation aufgepasst bzw. die Bedienungsanleitung gelesen, und weißt, wie man das Radio bedient. Sonst musst du unter Umständen hören, wir Roy Black im Wunschkonzert sein "Ganz in weiß" für Großmutter Zwurz trällert. Für mich war es wie ein Schock. Inmitten der auf Mauerstufen beeindruckend angelegten Weinberge in der Wachau gab der selige Roy alles. Auch ich wollte alles geben, aber ich wusste nicht, welche Knöpfe an der Armatur das Radio killen. Verzweifelt sah ich nur einen Ausweg: Vollgas! Mein Gedanke (Spätestens bei einem Kilo 60 wird der Fahrtwind so laut sein, dass ich von Roy nichts mehr hören werde") war klar, aber nicht richtig. Denn je schneller ich wurde, desto lauter wurde das Radio. Geschwindigkeitsabhängige Lautstärkenregelung. Na super....
Nun, wer sich einigermaßen in der Kawasaki Cruiser Welt auskennt, wird wissen, dass die einen mörderischen zwei Liter V2 haben, der alle anderen Twins auf der Welt mit einem einzigen Schwinger auskocht. Aber wir finden diese Macht nicht in der neuen Überwumme. Muss man das als Indiz für schleichende Hirnlähmung im Headquarter der Kettenhunde deuten? "Der 1700er ist authentischer und besser auf die amerikanischen Verhältnisse abgestimmt als unser zwei Liter Motor", erklärt mir der Diplomkaufmann. Und ich begann zu verstehen. 1.700 Kubik entsprechen ziemlich genau den aktuellen Harley Motoren, so sie mit Screaming Eagle aufgemotzt sind. Also sind 1700 im so genannten Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit dem begrenzten Speed eine ernste Ansage, die jeder versteht, die jeder spürt... Das steht da wie eine E-Glide Ultra, ist technisch auf höchstem japanischen Niveau und mörderisch bequem...
Kawasaki huldigt mit der Voyager unverholen dem amerikanischen Traum von Freiheit und stellt uns eine Maschine auf die Straße, die nicht nur optisch überaus beeindruckend ist, sondern auch ein außergewöhnliches Fahrerlebnis im Sinne des entspannten Rodelns bietet. Großes Kino, ganz großes Kino!

Reitwagen Januar 09, Technik im Diesseits ZX-6R:

Man kann jedem, den das Werk der japanischen 600er nicht andächtig in die Knie zwingt, mit einer einfachen Rechnung auf die Sprünge helfen: Die reinsten Sportmotoren der Welt durchstoßen derzeit am oberen Ende des 16.500 min Ausbruchs echte 130 PS. Die ZX-6R klärt am Prüfstand statisch mit ungefähr 128 PS und schwingt sich auf längeren Geraden unter der schwingenden Frischluftsäule im Ansaugschacht zu guten 134 PS auf. Unter voll einsatzfähigen Umweltdrosseln, schweren Mehrkammer-Schalldämpfer, alles an Bord, womit EU-Bürokraten glauben, unsere Luft und unsere Ruhe beschützen zu können.
Sobald in den Zonen der Entscheidung eingenietet wird, versammeln sich in jeweils 100 Kubikzentimetern der grünen 600er Vergeltung nicht weniger als 22,3 PS. Die stärksten 1000er-Motoren sehen diese Leistungsdichte erst, wenn sie in den Superbike-Werkslabors zu sensiblen WM-Rennmotoren hoch entwickelt werden. Eine Serientausender in der Auslage mit 223 PS würde uns wie Gekkos an die Glasscheiben kleben....ist noch nicht lange her, da wären solche Rahmen und vor allem die massive, trotzdem federleichte Schwinge nur als GP-Kostruktion zuzuordnen gewesen....man kommt als ziviler Käufer überhaupt an jedem Winkel der Kawa in den Genuss von echten, eigentlich kaum zu rechtfertigenden Rennsportlösungen....Du kannst einfach nicht hart genug runter schalten und die Drehzahl passiv so brutal hochreißen, dass das Kawasaki-Heck auf der Bremse ungenau wird und die Linie verliert....möglicherweise das derzeit beste Getriebe im Geschäft....das Ergebnis im Eintauchen (Vorderradgabel), aber auch bei auslassen der Bremse wird schwer zu toppen sein, selbst wenn man viel Geld investiert...Bremse ist immer mehr da als man braucht...

Motorrad 2/2009, Ninja ZX-6R Test:

...verleihen dem Supersportler-Antrieb eine bemerkenswerte Alltagstauglichkeit. Obgleich hierzu auch der genügsame Umgang mit Benzin beiträgt, ist die Feststellung keinesfalls als Ausdruck spröder Vernunft zu verstehen. Denn selbst bei strenger, winterlicher Witterung - es war entweder kalt oder regnerisch oder noch kälter, windig und sonnig in der Provence - bereitete die Durchzugstärke der ZX-6R gepaart mit der Leistungsexplosion ab 8000/min einfach unbändigen Fahrspaß. Kein Zweifel, Kawasakis Jüngste fährt man immer noch lieber bei Sch...wetter als gar nicht, und das ist eines der größten Komplimente, die man einem Motorrad überhaupt machen kann.

mo 6/2008, Ninja ZX-10R gewinnt SWA Supertest 2008

Die neue ZX-10R ist ihrer Vorgängerin klar überlegen. Ihre anstrengende Seite hat sie hinter sich gelassen, ist mit minimalem Kraftaufwand zu fahren, was Konzentrationsspielraum für andere Dinge lässt. Der Motor ist zwar im unteren Drehzahlbereich im Vergleich zur Konkurrenz nicht die erste Dampframme im Staat, der Druck in der Mitte und im fünfstelligen Drehzahlbereich aber presst Ross und Reiter mit irrem Nachdruck auf sie Umlaufbahn. das alles bei feinen Gasmanieren und praktisch lastwechselfrei. zählt man die drei Unterkategorien der Fahrwerksbewertung und der Motorwertung zusammen, landet die ZX bei beiden auf Platz eins.
Uneingeschränkt loben die Tester neben dem spielerischen Handling auch Bremsen samt Bremsstabilität, nur bei der Fahrstabilität landet sie nach R1 und Fireblade im Mittelfeld. Aber nicht in meiner privaten Wertung. Im Kurvenscheitel konnte ich die Kawa so früh und hart ans Gas nehmen wie sonst nur die MV. Das Feedback von der front ist fantastisch, die Stabilität fabelhaft.

Motorrad 5/2008, Ninja ZX-10R Rennstreckentest:

Die ersten Einzeltests zeigten bereits, dass Kawasaki mit der neuen Ninja ZX-10R wieder ein großer Wurf gelungen war. Nun stand aber der erste große Vergleichstest gegen die ebenfalls sehr potente Konkurrenz von Honda, Suzuki und Yamaha auf der Rennstrecke im spanischen Almeria an. Das Ergebnis: Die Super-Ninja markierte die Bestzeit und gewann den Vergleich!

Nicht nur die optimal präparierte Rennstrecke in Südspanien sorgte für einen echten Profi-Vergleich, auch das Testerteam hatte höchstes Niveau: Neben Jürgen Fuchs (ehemaliger deutscher 250er-WM-Pilot) waren noch vier internationale Journalisten mit von der Partie, die alle über sehr viel Erfahrung im Rennsport verfügen. David de Gea ist sogar der amtierende spanische Superbike-Champion und 2008 in der Supersport-WM als aussichtsreicher Pilot unterwegs.

Daher sind die Rundenzeiten in einem solchen Vergleich mehr als ein Anhaltspunkt für die Güte eines Motorrades. Jürgen Fuchs markierte mit der Ninja ZX-10R die einsame Bestzeit. Mehr als eine Dreiviertelsekunde war der Deutsche auf der Kawasaki schneller als auf allen anderen aktuellen Superbikes. Grandios!


Die Erklärung: "Die Kawa hat mit Abstand den besten Grip am Hinterrad. Dadurch sind in diesen Radien, wo die anderen früh übersteuern, die höchsten Kurvengeschwindigkeiten möglich. Sie saugt sich in Schräglage förmlich fest."


Endstand:
1. Kawasaki Ninja ZX-10R
     169 Punkte

2. Honda Fireblade
    168 Punkte

3. Yamaha YZF-R1
    167 Punkte
4. Suzuki SSX-R 1000
    165 Punkte

Motorrad 03/08, ZZR 1400 Dauertest:

Noch lange nicht Schluss.

Nach 50 000 Kilometern steht die Dauertest-Maschine ZZR 1400 zerlegt da. Die Bilanz: Der Power-Tourer mit bewegter Vergangenheit hat eine große Zukunft vor sich.

Mai 2007, irgendwo in Albanien. Die Eurobiker sind unterwegs auf ihrer jährlichen, gemeinnützigen Pfingsttour. Mit dabei: das weltstärkste Serienmotorrad. Wie eine steinerne Schleppe zieht die Kawasaki ZZR 1400 eine Staubfahne hinter sich her, hüllt sich in Dunst. Schotter prasselt gegen die im Windkanal entwickelte Verkleidung.

Über 20 Kilometer ist die Europastraße vor der grenze nach Griechenland ohne Teerdecke. Eindeutig nicht das richtige Element für ein vollverschaltes Speedbike. Doch es schlägt sich auf dem losen Untergrund mit Bravour. Das Fahrverhalten des 190-PS-Bolieden bleibt selbst unter widrigen Bedingungen, wie auf der Balkan-Tour, brillant: einfach toll, wie fein diese Federelemente ansprechen, wie leicht sich diese Rakete auf Rädern händeln lässt.

Das Fahrwerk ist schlicht eine Wucht. "Die sämige Federung, die unerschütterliche Stabilität, der tolle Geradeauslauf - einfach phänomenal!" So bringt es Gert Thöle, Test-Chef bei MOTORRAD, auf den Punkt. Satt liegt sie, die ZZR, folgt unbeirrbar stabil auch in schnellen Autobahnkurven dem angepeilten Kurs - bei knapp 300 km/h eine echte Lebensversicherung. Genauso wie die reverenztaugliche Flutlichtanlage: Beim Aufblenden strahlen alle vier Frontscheinwerfer im Verbund, brennen die Bahn frei oder leuchten dunkelste Bergsträßchen in den Alpen taghell aus.

Ein weiteres Plus der ZZR: die extrem feinfühlig dosierbaren Bremsen. Das ABS welches spät eingreift, ist Serienausstattung. Gut so.

GTR 1400, 100.000 Kilometer in 83 Tagen:

D-Zug in Grün

100.000 Kilometer in 100 Tagen. Eine Story nicht etwa von Jules Verne, sondern von 50 Polizisten der Braunschweiger Polizei geschrieben. Kawasakis neuer Supertourer 1400GTR konnte hier gleich mal seine Standfestigkeit unter Beweis stellen. Allerdings gab’s im Endeffekt nur eine Änderung im Drehbuch: Die Jungs waren schneller als geplant. Bereits nach 83 Tagen war das Pensum geschafft.

Bis auf den letzten Platz ist das Gastzimmer im „Braustübchen“ der Braunschweiger Hofbrauhaus Wolters GmbH besetzt. Ausgelassene Stimmung, hervorragende Küche, schmackhafter Gerstensaft und angeregte Gespräche. Andi Seiler, Pressesprecher von Kawasaki Deutschland, schlägt dezent ans Glas und bittet um Ruhe. „Liebe Motorradfahrer, im Auftrag der Kawasaki Niederlassung in Friedrichsdorf möchte ich euch mein Bedauern ausdrücken. Ihr habt das angepeilte Ziel leider nicht erreicht; mit der neuen Kawasaki 1400GTR 100.000 Kilometer in 100 Tagen fahren.“ Für einen Moment herrscht atemlose Stille im Saal, aber gleich setzt Seiler seine Rede fort und lacht: „Nein, ihr habt die 100.000 Kilometer bereits in 83 Tagen bewältigt. Unfallfrei, pannenfrei, ohne besondere Vorkommnisse. Eine Super-Leistung, ihr habt diese Herausforderung in beispielloser Manier bewältigt. Wir sind stolz auf euch.“

Die Gäste im Saal applaudieren begeistert. Besser hätte der Kawasaki-Pressesprecher seine Laudatio zum gelungenen 100.000-km-Test der 50 Braunschweiger Polizeibeamten kaum beginnen können. Ein lustiger Spaß, den alle mit Humor nehmen. In seiner weiteren Rede würdigt Andi Seiler das Engagement der Sponsoren Bridgestone, Shell, Rukka, Schuberth, Signum und Hofbrauhaus Wolters, stellt die Kompetenz der medizinisch-wissenschaftlichen Untersuchungen (siehe Kasten Wissenschaft & Forschung) sowie die ifz-Studie „Risikosituationen beim Motorradfahren“ heraus. Ohne den Einsatz der motorradbegeisterten Polizisten allerdings wäre die Marathonfahrt nicht möglich gewesen. Und wie bei Disziplinen mit sportlichen Höchstleistungen üblich, gibt es auch hier eine „Siegerehrung“. Stellvertretend für das gesamte Team nimmt Organisator Rudi Müller den großen Team-Pokal entgegen. Peter Matschi erhält einen Pokal mit der Auszeichnung „Kilometer-Fresser No. 1“, er hat als Fahrer unterm Strich den höchsten Anteil an den Gesamtkilometern eingefahren. Wolfgang Marthaus wird für die häufigsten Fahreinsätze geehrt, und Thomas Werner für die höchste Tagesfahrleistung. Außerdem überreicht Kawasaki-Verkaufsleiter Ingolf Zekalle dem Firmenchef der Braunschweiger Kawasaki-Vertretung Popko, Hans „Pauli“ Lier, einen schmucken Präsentkorb für die professionelle technische Betreuung der GTR während des Dauertests.

Im Tourensektor ist die Kawasaki 1400GTR, vor allem wenn es um flott zu absolvierende Distanzen geht, zur Zeit das Maß der Dinge. Mit 155 PS Spitzenleistung und über 250 km/h Höchstgeschwindigkeit waren außergewöhnliche Fahrleistungen zu erwarten. Wobei die Ordnungshüter weder einen Geschwindigkeitsrekord anstrebten noch ins Guinnessbuch
der Rekorde aufgenommen werden wollten. Vielmehr lag den Beteiligten daran, zu beweisen, dass sich ein Motorrad mit der richtigen Einstellung auch über längere Strecken sicher und zuverlässig fahren lässt.

Trotz der hohen Fahrleistung von gut 1200 Kilometern pro Tag reduzierten die vielen Pausen die durchschnittlich gefahrene Geschwindigkeit auf 120 bis 130 km/h. Was natürlich der Sicherheit und der abgeklärten Grundeinstellung des Testteams zugute kam. Unnötige Risiken wurden so von vornherein ausgeschlossen.

Als dann zu später Stunde die letzte Runde im „Braustübchen“ eingeläutet wird, hat die Test-Crew längst wieder ausreichend Ideen für den nächsten Coup „auf der Pfanne“. Mal sehen, was daraus wird, bis zum nächsten Großeinsatz will jedenfalls niemand weitere 18 Jahre warten!

mo 02/07, Enduro-Vergleich, 7.000 Euro-Klasse:
(Versys, V-Strom 650, Transalp)


Ehrlich Asphaltorientiert. Neuestes Beispiel für diese Entwicklung ist die Versys. Entstanden auf der Basis der aktuellen ER-6-Plattform von Kawasaki, stellt sie quasi eine hochbeinige Alternative zum "normalen Motorrad" dar. Bessere Übersicht, besserer Komfort und noch bessere Agilität am Berg. Das war´s.
Ansonsten ist die Versys auch ein ganz normales Motorrad. Sie hat 17-Zoll-Gussräder, und das Reifenprofil macht überhaupt nicht den Eindruck, als sei es für Matsch oder Geröll geformt....
Im normalen, alltäglichen Mischbetrieb pendelt der Verbrauch sich bei etwa viereinhalb Litern Normalbenzin ein. Dafür gibt es Applaus, weil Sparsamkeit hier nicht mit Abstrichen bei der Performance erkauft wird.

Auf dem Prüfstand:
Noch einmal Gratulation an die Motorenentwickler von Kawasaki. Der Reihentwin hat eine klar überlegene Leistungsentfaltung und ist obendrein am sparsamsten beim Kraftstoffverbrauch. Sowas macht doppelt Freude - beim Fahren und beim Tanken.
Suzukis V-Twin ist bereits zigtausendfach bewährt, hat jedoch im Zuge der Euro-3-Anpassung etwas an Power eingebüßt. Frühere Exemplare waren deutlich spritziger - nicht nur auf dem Prüfstand. Noch nie wirklich spritzig war der 650er V-Twin von Honda. er hat nur drei Ventile und immer noch Vergasertechnik. Immehin: Bis 6000/min hält er tapfer mit.

mo meint:
Einen besseren Nachfolger hätte man sich für die KLE 500 gar nicht wünschen können. Leistungsentfaltung und Spritverbrauch machen den Kawasaki-Twin zur Referenz in der 650er Klasse. Im Fahrwerk der Versys kommt er am besten zur Geltung. Ein potentieller Topseller.

Käuferprofil:
Sie suchen keine schwere Maschine, sondern eine sportliche. Dass um die 70 PS reichen können, wissen Sie. Bei Performance, Design und Preis-Leistung machen Sie nicht gerne Zugeständnisse. Da kommt Ihnen die Versys gerade recht. Sie sind nicht nur zufrieden, sondern überzeugt. Egal, ob Sie sich zu den blutigen Hasen oder zu den alten Anfängern zählen.

Motorradfahrer 12/07, Versys Dauertest:

Nur Lob nach mehr als 10.000 km von MOTORRADFAHRER

"Zu den besonders positiven "Wirkstoffen" der Versys gehört zweifellos das Triebwerk. Gegenüber dem ER-Motor mittels zahmerer Nockenwellen, geänderter Auspuffanlage sowie modifiziertem Mapping der Einspritzanlage auf nominell 64 Pferde an der Kurbelwelle gedrosselt, entpuppte sich der Vierventil-180-Grad-Twin in jeder Hinsicht als wirksam."

"Die reinen Zahlenwerte verraten indes nicht, wie kräftig der Twin antritt. Schaltdrehzahl knapp über 5000 Touren und der Motor zieht, zieht und zieht - Gang für Gang. (...) Allein mit einem Dreh aus dem Handgelenk gelingen Überholmanöver auf der Landstraße, und wer auf der Autobahn im Sechsten bei 130 den auf Anschlag dreht, glaubt sich mit wesentlich mehr als 650 Kubik konfrontiert, was den Anspruch des Motors als Reisebegleiter im Ein- und Zweipersonenbetrieb untermauert."

"Wie sparsam der "Triebwerks-Wirkstoff" letztendlich in der Dosierung kommt, dokumentiert sich mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,08 Liter aus dem preiswerten Normalsprit-Sortiment (...)"

"Ganz gleich, ob im Solobetrieb mit einem oder zwei Koffern am Heck oder mit Sozia an Bord, ob Fahrbahnabsätze und Senken die Spur verunzierten - die Versys lässt sich durch nichts nachhaltig aus der Ruhe bringen und besticht zugleich mit bemerkenswertem Handling und großer Neutralität im Hochgeschwindigkeitsbereich."

Fazit:
"Die Bilanz nach 10.000 Kilometern lässt wenig zu wünschen übrig: Sport-Gene für den Landstraßenritt, Enduro-Gene für grobes Geläuf, Tourer-Gene für Gepäck- und Soziusbetrieb - all das bietet Versys in fein abgestimmter Rezeptur und und wertiger Verpackung, auf der 10.000 Kilometer keine nachhaltigen Spuren hinterließen."


 Test einer von uns gemachten
 Kawasaki Z1000:
 
 Seite 1.pdf
 Seite 2.pdf
 Seite 3.pdf
 Seite 4.pdf

mo 02/07, Neue Kawasaki ZX-6R im ersten Test:

Glanzstück. Ehre. Juwel. Die jüngste Ninja verdient es wirklich, als Dokumentation feinster Motorradtechnologie des Jahres 2007 aufs (Museums-) Podest zu hüpfen. Sie dürfte diese Saison mit ihren Fahrern auch bei Renneinsätzen "aufs Stockerl" fahren, ist zu vermuten. Denn sie ist nach Abschrauben von Kennzeichenhalter und Spiegeln "redy to race", wie die Orangenen im roteißroten Nachbarland stets sagen. Mehr als das: Sie ist praktisch "redy to win". Ein vergnüglich-entspannt zu fahrendes Ausflugs-Krad stellt die ZX-6R nicht mal ansatzweise dar. Sie ist Racing pur...

Was heißt zum Leuchten? Zum Rollen, zum Funkeln, zum Strahlen! Mann, was für eine Sexhunderter! Wenn Performance irgendwie sexy ist, dann ist diese Ninja eine rundum herausragende Fahrerlager-Schönheit.

Fazit:
Die ZX-6R steht zu Recht in Barbers Motorradmuseum. Schnelle Ehre, nicht böses Omen.

Reitwagen Mai 06, Der schnellste Tourer der Welt (ZZR 1400):

Ich stand einfach nur da, und es lachte laut aus mir heraus. Und jedes Mal, wenn ich glaubte, das Lachen würde verstummen, fing es wieder an. Es war nicht das heitere, vordergründige Lachen, das auftritt, wenn man einen Mörderwitz inhaliert oder Berzerk auf einem mächtigen Chopper sieht, es war ein befreiendes Lachen, ein biologisch bedingtes Ganzkörperkundern, eine natürliche Reaktion eines Menschen, der sich gerade zwanzig Kilometer weit bzw. fünf Minuten lang in einem Zustand des ekstatischen Horrors befunden hat. Was für ein Erleben!

Der sechste Gang muß elektronisch fürchterlich geknebelt sein, daß er bei 10.000 von 11.200 möglichen U/min schon aufgibt. Vor allem, wenn man weiß, wie brutal der Vierer bis 260 marschiert und der Fünfer die 290 komplett mühelos vorbereitet.

Die K 1200S ist schnell und stark, aber definitiv zu langsam. Die Superblackbird brennt zwar die Bayrische her, muß sich aber der Hayabusa und ZX-12R beugen. Und gegen die neue ZZR 1400 haben auch die beiden Schnellsten keinen Auftrag.

Und endlich wieder ein Eisen, das sich vor keinem Käfig der Welt fürchten muß. Vollkommen egal, wer da in welcher unvorstellbar teuren Dose mit wie viel PS auch immer sitzt, er muß sich dem Gesetz der neuen Kawasaki beugen. Das schnellste Serienkraftfahrzeug der Welt ist endlich wieder ein Motorrad. ...Danke Kawasaki.

MOTORRAD 07/06, Vergleichstest Allrounder:
(ER-6f, Bandit 650, SV 650S, CBF 600S)


Einspritzung und geregelter Katalysator sorgen dafür, dass sie als Einzige in diesem Quartett bereits die Euro-3-Norm erfüllt...
Diese gefühlte Leichtigkeit, das Einssein mit dem Motorrad, die Handlichkeit, mit der sie auf Lenkbewegungen reagiert, all das spiegelt sich auf erfreuliche Weise im spielerischen Fahrverhalten der ER-6f wieder. Dazu erwärmt der kräftige Pulsschlag des Twin jedes Motorradfahrerherz. Der Einspritzung sei Dank, steht auf Knopfdruck sauber Leistung abrufbereit. Kaltstartprobleme? Lastwechselreaktionen? So gut wie kein Thema...

Testergebnis:
Kawasaki ER-6f: Ihr lebendiger und durchzugsstarker Zweizylinder ist eine Wucht. Stets leicht und beschwingt erklärt die ER-6f Landstraßen zu ihrem Revier.

Endstand:
1. Kawasaki ER-6f
     650 Punkte

2. Honda CBF 600S
    649 Punkte

3. Suzuki Bandit 650S
    647 Punkte
4. Suzuki SV 650S
    644 Punkte

MOTORRAD 04/06, Vergleichstest Mittelklasse-Motorräder:
(ER-6n, GSR 600, MT-03)


Deutlich graziler und in ihrer Erscheinung extravaganter als die Suzuki setzt sich die Kawasaki ER-6n in Szene...
Ungewöhnlich auch die Kawasaki ER-6n. Sie beweist, wie wenig Zahlen und Daten aussagen. Zwei Zylinder und stolze 26 PS weniger als die GSR, dennoch genügen die lebhaften 72 PS der Kawa - in beinahe allen Lebenslagen. Einerseits zieht der Zweizylinder kräftig wie ein Ackergaul die 203 Kilogramm Lebendgewicht der ER-6n aus dem Drehzahlkeller und verführt dank ordentlich Schwungmasse zu schalt- fauler Fahrweise. Andererseits erweist er sich, die Gänge knackig durchsortiert, als guter Sprinter...
Kompliment jedenfalls an die Kawasaki-Ingenieure, der Motor entpuppt sich als Allrounder-Talent. Zudem genehmigt sich der angenehm pulsierende, aber niemals störend vibrierende Reihentwin nur 4,2 Liter Normalbenzin bei moderatem Landstraßentempo.


Testergebnis:
Das Paradebeispiel dafür, dass Leistung alleine nicht glücklich macht.
Sie überzeugt mit ausgewogener Leistungscharakteristik und einem gut funktionierenden Fahrwerk, das leicht zu beherrschen ist. Dazu ist sie noch günstig in der Anschaffung, niedrig im Verbrauch. Und sie hat ABS.

Endstand:
1. Kawasaki ER-6n
     657 Punkte

2. Suzuki GSR 600
    650 Punkte

2. Yamaha MT-03
    642 Punkte

MOTORRAD 21/05, Vergleichstest unverkleidete Allrounder:(ER-6n, SV 650, Monster 620, CBF 600, GT 650, Bandit 650)

Als Bote aus der Zukunft bricht die komplett neu konstruierte Kawasaki ER-6n mit Konventionen. Peppige Details und ein extravagantes Äußeres machen den 650-Twin zum Enfant terrible in einer Klasse mit Klasse.
Ein Novum in der Klasse bedeutet der geregelte Kat der ER-6n. Gerade mal 4,1 Liter Normalbenzin verfeuert der Twin auf hundert genussvoll abgespulten Landstraßenkilometern und weniger als fünf Liter bei Dauertempo 130. Respekt.
Als einzige Maschine des Sextetts erfüllt die ER-6n bereits heute die 2006 in Kraft tretende Abgasnorm Euro 3, samt Prüfzyklus mit Maximaltempo 120 statt bloß 50. Zukunft war gestern. Dank digitalem Motormanagements startet der Twin allzeit sicher, läuft durch ordentliche Schwungmasse früh rund, ohne oben heraus träge zu werden...


Fazit:
"Kawasakis Newcommer setzt sich im Kostenkapitel besonders gut in Szene. Die ER-6n kommt bei Verbrauch und Inspektionskosten am günstigsten. Ferner hat sie Top-Schadstoffwerte und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis...

Endstand:
1. Kawasaki ER-6n
     664 Punkte

2. Suzuki SV 650
    643 Punkte

2. Honda CBF 600
    637 Punkte
4. Suzuki Bandit 650
    636 Punkte
5. Ducati Monster 620 Dark
    604 Punkte
5. Hyosung GT 650
    559 Punkte

Kawasaki hat das Mammut* erlegt!

MASTERBIKE 2004 und 2005!

Wie im Vorjahr holt Kawasaki den Titel mit der
Ninja ZX-10R und der Ninja ZX-6R

15 Fahrer auf 13 Motorrädern auf dem Cicuit Ricardo Tormo suchen das MASTERBIKE 2005

...ganz anders die Kawa. Bis 7.000/min ist Messerkampf. Dann kommt das Schwert. Blitzartig ballert die 10er los. Und setzt bei 11.750/min mal locker 167 Pferde frei. Die Profis haben Respekt. Lümpler haben Fracksausen.
"This monster separates the boys from the men", meint Sam MacLachlan, der Australier. Brause auf, schon steht das Vorderrad auf Augenhöhe. Eine Maschine, die dich in den ersten drei Gängen einfach abwerfen will - eigentlich nur was für erfahrene Rennfahrer. Hier steckt ein 1000er-Ballermann in einem zierlichen, enorm handlichen 600er-Halfter...

*Natürlich ist das Masterbike in zweiter Linie ein Test. In erster Linie jedoch zählt weiter nichts als eins: Rundenzeiten. "Vor 20.000 Jahren ging es darum, wer das Mammut erlegt." O-Ton Leo Schlüter, Kawasakis Jagdbeauftragter für Europa. "Heute geht es darum, wer die schnellste Runde fährt und das schnellste Motorrad dafür baut."

(Auszüge aus MOTORRAD 11/2005)

PS 7/05, (Contest: Z750, Bandit 650, SV 650, FZ6 und
Hornet 600):


Kawasaki Z750 gewinnt erneut einen Vergleichstest!

Königin der Nordschleife

Die Nordschleife ist nach wie vor das Maß aller Dinge, wenn es darum geht,
Motorräder auf Herz und Nieren zu testen. Und das im Renntempo! Zudem lassen
sich solche Ergebnisse auch sehr gut auf den sportlichen Straßenbetrieb übertragen, da der Kurs mit sehr selektiven Kurvenkombinationen, Anstiegen und Gefällen sowie unterschiedlichsten Belagbedingungen bis hin zu holprigem Asphalt gespickt ist.
Umso höher ist das Testergebnis des großen Mittelklasse-Vergleichstests von PS
Das Sport-Motorrad Magazin auf der Nürburgring-Nordschleife zu bewerten, bei dem die Kawasaki Z750 unangefochten einen grandiosen Sieg einfuhr. Neben der
hervorragenden Zielgenauigkeit und geringen Lastwechseln lobten die PS-Tester vor allem den bärenstarken Motor, der die anderen Testkandidaten klar in den Schatten stellte. Hier nur zwei kurze Auszüge aus dem Text:
Was die Z750 aus ihren vier Zylindern stampft, treibt den Testern nach jeder Runde ein breites Grinsen ins Gesicht. In punkto Kraft und Leistungsentfaltung sticht sie ihre Konkurrenten mühelos aus."
"Beherzt geht die Z ans Gas und verfügt auch in Drehzahlen unter 5000/min über
genügend Punch, ohne dass ihr Reiter zu Schaltmanövern gezwungen wird. Das
gleichmäßig bis auf 11000/min ansteigende Leistungsband garantiert satten Druck
beispielsweise den langen Anstieg durch das Kesselchen hinauf, ..."

Diese Testaussagen machen deutlich, dass die Z750 in der Mittelklasse eine
Ausnahmeerscheinung ist und Kawasakis Konzept, mehr Hubraum (als die direkte
Konkurrenz) mit einem handlichen Fahrwerk und einem frechen Design zu
verbinden, voll aufgeht.

Fazit:
Ja klar, es gibt schönere, schnellere, spektakulärere und auch bessere Motorräder. Aber es gibt kaum günstigere Bikes, die so viel Spaß machen. Eins steht fest, die Mittelklasse ist viel besser als ihr Ruf. Allen voran die Z 750, die mit bärig starkem Triebwerk richtiges Sportfeeling aufkommen lässt....

Endstand:
1. Kawasaki Z750
     362 Punkte

2. Suzuki SV 650
    356 Punkte

2. Honda Hornet 600
    356 Punkte
4. Suzuki Bandit 650
    344 Punkte
5. Yamaha FZ6
    338 Punkte

PS 4/05, (Contest: Ninja ZX-10R, CBR 1000 RR, GSX-R 1000,
YZF-R1, F4 1000 S)
:

Wie kommt´s, dass die Kawa auf der Rennstrecke nach wie unschlagbar scheint? Ganz einfach: Sie ist schlicht die Kompromissloseste von allen, unerbittlich auf Racing getrimmt. Ihre straffen Federelemente halten den immensen Kräften, die bei forciertem Feuern auf dem Track auftreten, am besten stand.
Außerdem vermittelt die ZX-10R ihrem Piloten ein glasklares Bild von der Straße, speziell vom Vorderrad erhält man viel Feedback.....Keinen Anlass zur Sorge bereitet hingegen das Kurvenbolzen mit ihr: Extrem gierig sticht die Kawasaki in die Ecken, hämmert - zack, zack - brutal durch Wechselkurven hindurch und enteilt den Verfolgern.

Fazit:
Angriff abgewehrt! Die Kawasaki ZX-10R bleibt auf der Piste eine Klasse für sich.

Endstand:
1. Kawasaki Ninja ZX-10R
     255 Punkte

2. Suzuki GSX-R 1000
    249 Punkte

3. Honda CBR 1000 RR
    239 Punkte
4. Yamaha YZF-R1
    235 Punkte
5. MV Agusta F4 1000 S
    234 Punkte

PS 02/05, (Contest: Ninja ZX-6R, CBR 600 RR, GSX-R 600,
YZF-R6):


Wichtige Utensilien zum Schnellfahren bietet die ZX-6R en masse. Zwar besitzt sie keinen Lenkungsdämpfer, aber Anti-Hopping-Kupplung, Laptimer und Schaltblitz sind schon astreine Rahmenbedingungen für Hobby-Racer. Gepaart mit der Windkanal-Optik ist die Kawa schon auf dem Papier pfeilschnell....
Der Motor vermittelt genug Race-Feeling zum Brennen, ohne aber, wie zum Beispiel die R6, auf der Landstraße Durchzugsvermögen vermissen zu lassen....
Eine angenehme Eigenschaft der ZX-6R ist das Platzangebot...

Fazit:
Heiß sind sie alle. Dennoch brennt die Siegerin Kawasaki ZX-6R auch in der Neuauflage ihre Mitbewerber her.

Endstand:
1. Kawasaki Ninja ZX-6R
     396 Punkte

2. Yamaha YZF-R 6
    387 Punkte

3. Honda CBR 600 RR
    386 Punkte
4. Suzuki GSX-R 600
    381 Punkte

PS 11/04, (Contest: Ninja ZX-12R, CBR 1100 XX, K 1200 S, Hayabusa 1300):

Will man es denn wirklich wissen und beschert einem der Gott des Verkehrs einige Kilometer freien Auslauf auf der Autobahn, zeigt die Kawasaki gern, dass sie in Sachen Topspeed nach wie vor Chef im Ring ist.

Fazit:
Die BMW K 1200 S wurde mit viel Vorschusslorbeer bedacht. Sie fasziniert mit ihrem elektronisch einstellbaren Fahrwerk und einem überragenden ABS, kann sich aber wegen Abstimmungsproblemen letztlich nicht gegen die grundsolide Kawasaki durchsetzen. Wenn sie auch nur ganz knapp unterliegt. Der Test zeigt insbesondere, wie gut Hayabusa und Co nach all den Jahren noch immer sind. Vor allem, wenn man konsequente Modellpflege betreibt, wie Kawasaki bei der ZX-12R.

Endstand:
1. Kawasaki Ninja ZX-12R
    391 Punkte

2. BMW K 1200 S
   371 Punkte
3. Suzuki Hayabusa 1300
   388 Punkte
4. Honda CBR 1100 XX
   373 Punkte

PS 05/04, (Contest: Z750, FZ6):

Ausreichend Drehmoment in jeder Lebenslage, das den einen oder anderen Schaltvorgang spart. Auf der Kawasaki fährt es sich gelassener - subjektiv gesehen. ...

Fazit:
Die Z750 überzeugt durch ihren drehmomentstarken Motor und den kernigen Sound, bei dem es schwer fällt, ohne Zwischengas runterzuschalten.

Endstand:
1. Kawasaki Z750
    378 Punkte

2. Yamaha FZ6
   371 Punkte

PS 04/04, (Contest: Ninja ZX-6R, GSX-R 600):

Die breiten, weit offen montierten Lenkerhälften, die sehr vorderradorientierte Sitzposition und das gierige Gebrüll des Vierers bringen das Blut in Wallung, versetzen den Piloten aus seiner Lederkombi in das schwarze Gewand der japanischen Krieger....

Kein 600er-Supersportler bietet mehr Stabilität und Feedback auf der Bremse als die ZX-6R. Und diese Kraft beim Herausbeschleunigen aus engen Ecken oder dem Durcheilen von schnellen Bögen. Hahn auf in tiefen Schräglagen, natürlich mit Gefühl, und ab geht es wie die Feuerwehr. Eine echte Granate die Kawa. wenig überraschend das Ergebnis der Leistungsmessung. Der fulminante Vortrieb der ZX-6R resultiert aus dem übervollen Stall von 117 gemessenen Kupplungs-PS.

...Denn entgegen der Werksangabe drückt die GSX-R nicht versprochene 120 PS auf die Prüfstandsrolle, sondern ließ es bei 107 PS an der Kupplung bewenden.

Fazit:
Der King of the Ring sitzt fest im Sattel. Die Kawasaki ZX-6R ist nach wie vor der Maßstab bei den Supersportlern...

Endstand:
1. Kawasaki ZX-6R
    397 Punkte

2. Suzuki GSX-R 600
   392 Punkte

MOTORRAD 06/04, (Vergleichstest des Jahres):

Rundenzeiten Cartagena (Bestzeit)

ZX-10R                                             1.39,5
YZF-R1                                     1.40,3
CBR 1000RR                               1.40,7
GSX-R 1000                               1.41,5
999 S                                       1.41,8
RSV 1000 R Factory                    1.42,0


Der Vierzylinder lässt den Hinterreifen förmlich um Gnade winseln. Egal, wie sehr sich dieser auch bemüht, die Power auf die Straße zu bekommen, am Ende bleibt ein schwarzer Strich. Einfach brutal, wie die Grüne spontan auf jede kleine Bewegung am Gasgriff reagiert und diese in unglaublichen Vortrieb umsetzt.

...und diese 1000er brennt über die Start-Ziel-Gerade, dass einem die Spucke wegbleibt.

Für die Bremszone ist die ZX-10R ebenfalls bestens gerüstet. Routinierte Sportfahrer bewegen sich mit den radial verschraubten Zangen und den Wave-Bremsscheiben sicher auf dem schmalen Grat zwischen verschenktem Bremsweg und Überschlag. Besonders hilfreich beim verzögern erweist sich die Anti-Hopping-Kupplung, die das Motorbremsmoment beim Herunterschalten verringert. Messerscharf ist zudem das Einlenkverhalten und die Spurstabilität.

Unterm Strich kann sich die Kawa mit 1.39,5 Minuten die absolute Bestzeit notieren lassen und die Gegner auf der Piste und in der Rennstreckenwertung insgesamt klar in ihre Schranken weisen.

Endstand:
1. Kawasaki ZX-10R
    698 Punkte

1. Honda CBR 1000RR
   698 Punkte
3. Yamaha YZF-R1
   689 Punkte
4. Suzuki GSX-R 1000
   680 Punkte
5. Aprilia RSV 1000 R Factory
   666 Punkte
6. Ducati 999 S
   629 Punkte

PS 03/04, (Contest: ZX-10R, R1, CBR 1000 RR, GSX-R 1000):

Wie eine Traumbremse funktionieren soll, zeigt dagegen die Kawasaki ZX-10R. Unerbittlicher Druckpunkt, famoser Biss, wenig Handkraft: Herz, was willst du mehr?

Markus (KawaMotor: Barth) kommt völlig begeistert von seinem Turn wieder: "Das ist eine richtige Rennbremse, an der musst Du nix mehr verbessern. Und das Fahrwerk erst: super!" In der Grundabstimmung sehr straff ausgelegt, spricht es feinfühlig auf kleinste Unebenheiten an - und auf Setup-Änderungen: Eine Umdrehung weniger Druckstufe am Federbein - und der sensible Markus ist glücklich.

Doch auch für den Normalfahrer ist das Kawa-Fahrwerk eine echte Offenbarung. Keine der vier Tausender sticht so haarscharf in die Kurve, keine bleibt am Kurvenausgang so berechenbar auf der Linie. Die Zehner führt genau das aus, was der Pilot vorgibt. Sind die anderen Big Bikes schon erstaunlich handlich, so spielt die Grüne (KawaMotor: auch in schwarz oder blau lieferbar) in ihrer eigenen Liga. Noch nicht 600er-Niveau, aber ganz nah dran...

Die Lobesarie setzt sich beim Motor fort. Während Markus ausnahmsweise einmal die Spucke wegbleibt, darf nüchtern festgestellt werden, dass die Suzuki
GSX-R 1000 ihren Meister gefunden hat....

Fazit:
Besser hätte es für Kawasaki nicht laufen können: radikale Abkehr vom ZX-9R-Konzept, weg von Kompromissen und Tourentauglichkeit. Die ZX-10R führt weiter, was die ZX-6R angefangen hat: Straffes Fahrwerk, leichtes Handling, superbe Bremsen und ein Prachtstück von Motor sichern ihr den Sieg in einer Klasse, in der die Luft seht dünn ist. Dies beweist der Abstand innerhalb des restlichen Feldes....

Endstand:
1. Kawasaki ZX-10R
    306 Punkte

2. Suzuki GSX-R 1000
   285 Punkte
3. Honda CBR 1000 RR
   284 Punkte
4. Yamaha YZF-R1
   283 Punkte

MOTORRAD 04/2004, Toptest Kawasaki ZX-10R:

So leicht, so zierlich, so stark war bisher noch keine 1000er. Willkommen in einer Welt ohne Kompromisse.

Da steht ein Motorrad, wie es die Welt in dieser Hubraumkategorie bisher noch nicht gesehen hat... zierlicher als die aktuelle Suzuki GSX-R, kompakter als die jüngste Fireblade. Allein der Radstand: 1385 Millimeter unterbieten den bisherigen Klassenprimus, die R1, um satt zehn Millimeter, während die Räder der Vorgängerin ZX-9R beträchtliche 30 Millimeter weiter auseinander rollten.

...Bis die ZX-10R losbellt. Dann glaubt man jede einzelne Pferdestärke. Das ist kein hektisches 600er-Gekreische, das ist die Macht des Hubraums, dank modernster elektronisch gestützter Gemischaufbereitung von der ersten Kurbelwellenumdrehung eindrucksvoll vorgetragen und über den ovalen, hochgezogenen Schalldämpfer aus Titan zu Gehör gebracht.

Geschmeidig flutscht das erste Zahnradpaar ineinander, gut dosierbar kommt die Kupplung.

Wird er (Anm.: der sechste Gang) eingelegt, dann katapultiert sich die ZX-10R sogar unter schlechten Bedingungen und recht kurzem Anlauf auf echte 288 km/h, unter idealen Bedingungen sollten über 290 km/h locker drin sein (Werksangabe 295 km/h). Und zwar, ohne dass beim Fahrwerk auch nur Anflüge von Instabilität zu registrieren sind...

Auf der ZX-10R bestimmt das Bewusstsein das Sein. Die Gewissheit, auf einem der heißesten Eisen zu sitzen, die jemals für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen wurden, doch keinesfalls für irgendwelche Trampelpfade... Dieses wunderbar handliche und dennoch stabile Fahrwerk genießen, die fulminanten Bremsen, eine tadellos funktionierende Anti-Hopping-Kupplung, das glasklare Feedback. Die insgesamt besten Durchzugswerte erleben, die MOTORRAD bei einem Serienmotorrad jemals gemessen hat, die Leistungsreserven wenigstens ab und zu mal ankratzen. Das Leben kann so grün sein.


MOTORRAD 2/04, Z750:

Beim Vergleichstest "Naked Bikes" gewinnt schon wieder die Kawasaki Z750!

Fazit:
"Die Z750 passt genau in die Geiz-ist-geil-Zeiten und wird die Zulassungsstatistik mächtig aufmischen. Ein gradliniges, schnörkelloses und sehr fahraktives Motorrad. Herausragend: die gelungene Ergonomie, die für alle nur erdenklichen Körperstaturen passt, und der leistungsfreudige, weich ansprechende Vierzylinder..."

Endstand:
1. Kawasaki Z750
2. Honda Hornet 900
3. Honda Hornet 600

PS 12/03, Z750:

Beim großen Vergleichstest von Mittelklasse-Bikes der Zeitschrift PS – Das Sport-Motorrad Magazin hat die neue Z750 alle Konkurrentinnen hinter sich gelassen.
Dabei hatte es die 750er mit starken Widersachern zu tun. Motorräder wie Ducati Monster 800S, Honda Hornet 600, Suzuki SV650 und Yamaha FZ6 Fazer zählen immerhin zu den beliebtesten Motorrädern ihrer Klasse in Deutschland. Dennoch konnte sich Kawasakis Z750 aufgrund ihrer Motor- und Fahrwerksqualitäten gegen die Konkurrenz durchsetzen. Fazit der PS-Testcrew: "Die Kawasaki Z750 fährt den Sieg ein, da sie ein rundum gelungenes Motorrad ist. Sie fühlt sich erwachsen an und leistet sich kaum Schwächen."

Endstand:
1. Kawasaki Z750
2. Suzuki SV650
3. Honda Hornet 600
4. Yamaha FZ6 Fazer
5. Ducati Monster 800S

MOTORRAD 9/03, VN 1600 Classic:

1. Platz
VN 1600 mit 542 Punkten


2. Platz
Honda VTX 1300 S mit 489 Punkten

Fazit:
"Hut ab. Das Konzept ist stimmig, das 'Long and low'-Design exzellent
umgesetzt und die Fahrdynamik überzeugend. Darüber
hinaus schafft die Kawa es wie kaum ein anderer japanischer Cruiser, ein
eigenständiges Glücksgefühl zu vermitteln.
Zwar wirkt der Motor im direkten Vergleich zu einem 1449er-Harley-Twin
immer noch weich gespült, und der Sound könnte
prägnanter sein. Doch das harmonische Gesamtpaket aus Feeling und Funktion
spielt die Honda locker an die Wand.

PS 3/03, ZX-6R:

1.Platz
Kawasaki ZX-6R mit 404 Punkte (Vergleichstest)

Fazit:

"Um fast 20 Punkte distanziert die Kawasaki ZX-6R die Konkurrenz, Gratulation!
Verdient siegt sie mit einer gelungenen Mischung aus explosivem Motor, exzellenten Bremsen, straffem Fahrwerk und tollem Handling."

2. Platz
Honda CBR 600 RR und Yamaha YZF-R6
4. Platz
Suzuki GSX-R 600
5. Platz
Ducati 749

PS 3/03, Z1000:

1.Platz
Kawasaki Z 1000 mit 372 Punkte (Vergleichstest)

Fazit:
"Die Z1000 ist vielleicht das mutigste Motorrad des 2003er Jahrganges überhaupt.
Kawasaki traf die mutige Entscheidung, dass gemessene 129 PS für ein so kompaktes und agiles Motorrad bei weitem genug sind. Zumal der auf 953 ccm aufgebohrte Reihen-
vierer seine Pferde saftig aus niedrigen Drehzahlen entwickelt, bei sanfter Dosierbarkeit,
gut trainierter Teillast und wohlerzogenen Lastwechseln."

1. Platz
Kawasaki Z1000 und Aprilia RSV Mille Tuono
3. Platz
Triumph Speed Triple
4. Platz
Honda X-11

PS 2/03, Z1000:

Fazit:

"Die Z 1000 ist ein zeitgemäßes erfrischend designtes Naked Bike, das technisch und optisch weitgehend mit der Vergangenheit bricht. Die sehr kompakte Gestalt, das handliche, exakte Fahrverhalten und die gut beherrschbare Motorleistung machen sie zum stets kalkulierbaren Spaßmacher."

PS 2/03, ZX-6R:

1.Platz
Kawasaki ZX-6R 371 Punkte (Vergleichstest)

Fazit:

"Angenehm weich setzt der Schub dank Doppel-Drosselklappen-System ihrer neuen Einspritzanlage ein. Fast egal bei welcher Drehzahl, die Sechser schiebt beeindruckend durchs Drehzahlband. Selbst aus niedrigen Geschwindigkeiten in höheren Gängen - eigentlich der Supergau für hubraumschwache Maschinen - vermisst man kaum Punch, Klasse."
"
Die gewaltig zupackenden, Reverenz-verdächtigen Stopper der ZX-6R machen da keine Ausnahme. Wirklich super, wie die neue Anlage zu Werke geht. Auch bei Tokiko verbaute man je vier Einzelbeläge, und die beißen wie der Teufel in nun dickere Scheiben kleineren Durchmessers - bei sehr geringer Handkraft, versteht sich."

2. Platz
Yamaha YZF-R6
3. Platz
Ducati 749 S

MOTORRAD 6/02, ZX-6R:

Grüner die Glocken nie klangen:


Nach der ZX-9R schlägt auch die neue ZX-6R hervorragend ein. Der Test in der Ausgabe 6/2002 von MOTORRAD geht runter wie Öl und das 636-Konzept voll auf. Wir dürfen Gerhard Lindner zitieren, den Autor und Testchef von MOTORRAD:

Fazit:
"Fragt sich, warum kein anderer Hersteller auf die Idee mit der Hubraumerweiterung gekommen ist. Wo doch ein Großteil der Kunden im normalen Motorradfahrer-Leben nur positiven Nutzen daraus ziehen kann. Wieviel Laune dieses bisschen mehr macht, lässt sich kaum beschreiben, man muss es einfach erfahren."

Motor:
"Denn die neue Sechser ist eine echte Granate. Liefert bei den Messwerten
Durchzugswerte ab, die nicht nur die gesamte 600er-Konkurrenz steinalt aussehen lassen, sondern steckt auch die eigene große Schwester ZX-7R in Sachen Beschleunigung in die Tasche."

"...Fahrleistungen einer 750er gepaart mit dem Handling einer 600er."

Fahrwerk:
(Zur Erklärung: Kawasaki hat vorab in Spanien auf der Rennstrecke und auf der
Landstraße Fahrwerkseinstellungen erarbeitet, die den Tester weitergeben wurden)
"Und in der Tat, da haben die hauseigenen Tester beim Importeur in Friedrichsdorf ganze Arbeit geleistet. In Verbindung mit der neuen Gabel ... geht die Kawasaki-Empfehlung voll in Ordnung. Selbst auf der üblen Kickback-Piste der MOTORRAD-Testrunde liegt die neue 6er erstaunlich satt auf der Straße, ohne dabei durch unnötige Härte zu nerven. Ein Fahrgefühl à la Ducati kommt auf, wenn die Kawa trotz holpriger Fahrbahn stoisch der
gewünschten Linie folgt."

Gesamteindruck:
"Das Zusammenspiel zwischen diesem sensationellen Motor, dem direkten, gut
ausbalancierten Fahrwerk und den super dosierbaren Bremsen funktioniert perfekt."

Noch Fragen?

MOTORRAD 4/02, ZX-9R:

1.Platz
Kawasaki ZX-9R mit 670 Punkte (Vergleichstest)

Fazit:

"Die Kawasaki feiert ohne Gabelflattern ein grandioses Comeback: Der beste
Allrounder gewinnt diesen Test. Mit ihren tollen Bremsen und dem weich
ansprechenden, druckvollen Motor taugt sie gleichermaßen für die lässige
Runde über die Hausstrecke, eine ausgedehnte Urlaubstour oder fürs
Renntraining. In der Rennstreckenwertung hält sie Anschluss an die Spitze."

2. Platz
Suzuki GSX-R 1000
3. Platz
Honda Fireblade
4. Platz
Triumph Daytona 955i
5. Platz
Ducati 998

MOTORRAD 3/02, ZX-9R:

Fazit:

671 Punkte (TopTest)


"Ein famoser Landstraßenknaller mit flinkem Handling, besten Bremsen und ordentlichem Windschutz. Geht´s auf der Rennpiste zur Sache, hat die neue Ninja noch ein paar Pfeile im Köcher. Mit 671 Punkten fährt sie ein Top-Ergebnis ein."

Motor:
"Big Bike hin oder her, dieser Motor schafft den Spagat zwischen bulliger Durchzugskraft und brüllender Drehfreude, macht dabei ein wenig auf quirlige 600er, schleudert aber auch schaltfaule Reiter mit einem kurzen Dreh in die Umlaufbahn. ... Unterm Strich trägt die Kawasaki einen klasse Motor im neuen Chassis, der sich weder bei der Abgasreinigung mit einer Kombination aus Sekundärluftsystem und ungeregelten Katalysator noch in Sachen Verbrauch vor den Einspritzmotoren verstecken muss."

Fahrwerk:
"Im Vergleich zum Vorjahresmodell profitiert die aktuelle 900er in allen Einsatzbereichen von der optimierten Abstimmung von Gabel und Federbein. ... Ruhiger beim Beschleunigen, präziser beim Einlenken, stabiler in Schräglage als die Vorgängerin ... Egal, ob mit Sozius beladen, ob auf spanischen Landstraßen vierter Ordnung oder bei den mehr als 400 Rennstreckenkilometern - das Gabelflattern ist verschwunden. Basta. ...

Sonstiges:
"Mit einer Lobeshymne über die hervorragenden Scheinwerfer, den niedrigen Verbrauch, die hohe Reichweite und hervorragenden Schadstoffwerten..."

MO 2/02, ZX-9R:

Fazit:

21 Pluspunkte - Sehr Gut


"Mann kann Kawasaki nicht den Vorwurf machen, geglättete Allerweltskräder in typisch japanischer Machart unters Volk bringen zu wollen. Mit ihrem klaren, unverkünstelten Gesamtaufbau weiß die ZX-9R ebenso zu gefallen wie mit packender Dynamik und ihrem hyperagilen, dabei berechenbar und rundum stabil liegenden Fahrwerk. ... Damit ist lupenreiner Spaß mit der ZX-9R garantiert."

Bremsen:
"Stattdessen glänzt die Kawasaki mit einer glasklar zu dosierenden und brachial wirkenden Bremsanlage."

Fahrwerk:
"Gute Laune verbreitet auch die serienmäßige Abstimmung der Feder-Dämperelemente. ... Die Radaufhängungen sprechen sehr sensibel an und schlucken auch derbe Stöße souverän. Aber alles mit einem gesunden Maß an sportlicher Grundsolidität."

Motor:
"Solide Arbeit leisteten die Kawasaki-Techniker ebenso am überarbeiteten Vierzylinder. Der Motor wird nach wie vor über Vergaser gefüttert, was manchem im Zeitalter computergestützter Einspritzanlagen reichlich antiquiert erscheinen mag. Tatsache ist aber, dass dieser Motor mit bester Fahrbarkeit und zudem günstigen Verbrauchswerten aufwarten kann. dank Sekundärluftsystem und Katalysator erfüllt er die Euro-2-Abgasnorm. Wenn also nur das Ergebnis zählt, ist dieser Vierzylinder ein großer Gewinner. ... Deshalb glänzt der neue Kawasaki-900er mit feinfühliger Gasannahme praktisch knapp unter Standgas, ohne es an gierigem Drehvermögen mangeln zu lassen. Rundum ein klasse Motor. dazu reißt sich der Vierzylinder ab 6000/min aufwärts - bildlich gesprochen - heiser jubilierend das Hemd bis zum Bauchnabel auf. So erotisch kann ein serienmäßiger Vierzylinder nur aus dem Hause Kawasaki klingen."

Ich will zum Selbstversuch antreten